Der Sommer ist vorbei … heuer waren wir nicht in Griechenland, aber die Lust auf einen Griechenland-Urlaub stillen wir ein wenig mit diesem Weißbrot mit seiner splitternden Kruste und dem nussigen Sesamtopping. Wir haben das Rezept aus unserer Erinnerung nachgebaut und von einem Freund mit griechischen Wurzeln prüfen lassen – er sagt, es schmeckt authentisch. Welch eine schöne Bestätigung!
Rezepte
Mit unseren Rezepten wollen wir Anregungen und Ideen liefern. Sie sollen Freude und Spaß machen, denn Kochen und Anrichten ist für uns eine lustvolle Tätigkeit, die mit vielen sinnlichen Eindrücken verbunden ist. Und Essen soll nicht nur gut schmecken, sondern auch ansprechend aussehen.
Wie bei fast allem im Leben ist Qualität schon die halbe Miete. Deshalb achten wir besonders auf die Herkunft und Güte der Waren. Wir verwenden hauptsächlich Bioprodukte oder Erzeugnisse von Kleinproduzenten, die wir persönlich kennen und von denen wir wissen, dass sie naturnah, wenn nicht biologisch arbeiten. Wir leben direkt an einem Wiener Markt, der es uns leichter macht, ausgezeichnete Waren zu finden. Doch auch in Supermärkten gibt es hervorragende Bioprodukte zu kaufen. Leider ist Bio immer noch teurer als konventionell Hergestelltes (eigentlich müsste es umgekehrt sein, aber das ist eine andere Geschichte). Es ist jedem und jeder selbst überlassen, diese Entscheidungen beim Einkauf zu treffen.
Und noch ein Hinweis: Rezepte sind keine Gesetzestexte. Jedes Rezept ist veränderbar, wozu wir auch anregen wollen. Jeder und jede ist sich selbst das Maß – erlaubt ist, was schmeckt!
Bruschetta, heute ein klassisches Aperitif-Häppchen, war in früheren Zeiten eine einfache Mahlzeit aus trockenem Brot. Brotscheiben vom Vortag wurden aufs Feld mitgenommen, um bei der Arbeit eine Stärkung für Zwischendurch zu haben. Diese Schnitten wurden mit Knoblauch eingerieben und in einer Pfanne geröstet – bruscare heißt rösten – und dann mit Olivenöl beträufelt.
Für uns ist dieses Brot ein typisches Aperitif-Brot, so würzig, dass es alleine, in Scheiben oder Würfel geschnitten, gegessen werden kann. Oder wir tunken es in eine Schale mit einem köstlich-herben kaltgepressten Olivenöl. Oder wir bestreichen es mit salziger Butter oder belegen es mit frischen oder geschmolzenen Paradeisern – oder, oder, oder … die Möglichkeiten sind zahlreich!
Der Wiener Ausdruck Paradeiser für Tomaten trifft gerade jetzt perfekt zu. Der ideale Reifegrad des vielfältigen Fruchtgemüses bringt einfach einen paradiesischen Geschmack. Die Biotomaten von den regionalen Gärtnern überragen dabei jede noch so professionell angepriesene biologisch Supermarktware. Im Moment ist also die beste Zeit für puristische Paradeisergerichte wie dieses Carpaccio.
Nun haben wir uns mit einem zweiten Versuch an das Wachauer Laberl herangetastet. Um es vorweg zu nehmen: viel näher am Original, aber noch nicht genug. Wir haben mit einem Weizensauerteig auf Lievito-Madre-Basis und dem feinen Weizenmehl der Type 480 gearbeitet, gleichzeitig den Roggenanteil reduziert. Das heiße Wetter war eine Herausforderung, die richtige Teigreife zu erwischen.
Wenn der Sommer an seinem Zenit ist, gibt es alle Art von frischen Beeren in kräftigen Farben, verbunden mit Lebensfreude und Genuss. Johannes mag das süße Windgebäck (Baiser, Meringue) besonders gern und könnte es jeden Tag essen. Gefüllt mit einer Mousse aus Joghurt, Schlagobers und Minze, serviert auf einer Erdbeersoße und weiteren Beeren ergibt sich ein wunderbares Dessert.
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