Orangen in Salaten haben wir schon mehrfach eingesetzt, sie geben den Salaten so wunderbar fruchtige Noten: Fenchelsalat mit Orangen und Datteln aus unserem Buch „GROSSE SALATE“ oder die köstliche Rosa di Gorizia, die ihren zartbitteren Geschmack fabelhaft mit den Orangenfilets verbindet. Diesmal wollten wir es pur halten, gerade weil nun Hochsaison von aromatischen Orangen herrscht.
Rezepte
Mit unseren Rezepten wollen wir Anregungen und Ideen liefern. Sie sollen Freude und Spaß machen, denn Kochen und Anrichten ist für uns eine lustvolle Tätigkeit, die mit vielen sinnlichen Eindrücken verbunden ist. Und Essen soll nicht nur gut schmecken, sondern auch ansprechend aussehen.
Wie bei fast allem im Leben ist Qualität schon die halbe Miete. Deshalb achten wir besonders auf die Herkunft und Güte der Waren. Wir verwenden hauptsächlich Bioprodukte oder Erzeugnisse von Kleinproduzenten, die wir persönlich kennen und von denen wir wissen, dass sie naturnah, wenn nicht biologisch arbeiten. Wir leben direkt an einem Wiener Markt, der es uns leichter macht, ausgezeichnete Waren zu finden. Doch auch in Supermärkten gibt es hervorragende Bioprodukte zu kaufen. Leider ist Bio immer noch teurer als konventionell Hergestelltes (eigentlich müsste es umgekehrt sein, aber das ist eine andere Geschichte). Es ist jedem und jeder selbst überlassen, diese Entscheidungen beim Einkauf zu treffen.
Und noch ein Hinweis: Rezepte sind keine Gesetzestexte. Jedes Rezept ist veränderbar, wozu wir auch anregen wollen. Jeder und jede ist sich selbst das Maß – erlaubt ist, was schmeckt!
Es gibt Gerichte, die haben besonders im Winter etwas Tröstliches, Soulfood sagen auch manche. Die getrockneten Tomaten haben die Wärme des Sommers und seine Sonne eingefangen, mit dem Parmesan gelangt viel Geschmack in die Sauce und der junge Spinat kündigt das Ende des Winters an. Doch bis dahin ist es länger, und wir überbrücken mit dem toskanischen Truthahngeschnetzelten das Warten.
Ciabatta heißt auf Italienisch „Pantoffel“, und diese Form – länglich und leicht kantig – gab dieser beliebten italienischen Brotsorte ihren Namen. Mit seiner knusprigen feinen Kruste und saftigen grobporigen Krume ist der Teig ist eng verwandt mit dem Focaccia- und Pizzateig, kann mit Hefe oder Sauerteig getrieben werden und mehr oder weniger Olivenöl enthalten.
Hummus ist in der klassischen Version schon eine feine Spezialität aus dem Orient, der Ursprung dieses Rezepts soll in Syrien liegen, wo es im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde, und es bedeutet auf Arabisch „Kichererbse“. Humus hingegen kommt aus dem Lateinischen und bezeichnet einen Mutterboden oder Erde. Also das zweite „m“ nicht vergessen, wenn man etwas Köstliches zum Essen möchte!
Auch wenn der Winter da ist, die Tage kurz, die Nächte lang sind und es empfindlich kalt sein kann, essen wir mittags gerne Salat. Allerdings braucht Ulli beim Wintersalat eine warme Komponente, damit ihr nach dem Essen nicht kalt ist. In diesem Rezept ist uns eine saisonale Mischung voller Vitamine und gesunden Bitterstoffen gelungen, und noch dazu eine schöne Farbkomposition.
Die Jota ist eine Spezialität aus Friaul-Julisch-Venetien. Sie ist eine herzhafte Suppe, deren Ursprung im slowenischen Umland liegt. Ein Rezept dazu gibt es nicht, jede Familie, jede Trattoria und jedes Dorf hat seine eigene Version, gemeinsam sind die Zutaten Bohnen und Kartoffeln, meistens ist die Basis Sauerkraut, in der Region um den Isonzo ist es Brovada, fermentierte Rüben.
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