Im Frühjahr wächst in Italien der wilde Spargel, besonders beliebt ist er in Sardinien und in Friaul-Julisch-Venezien. Doch auch im Karst bis nach Kroatien und in Griechenland wird er geerntet und gerne mit Pasta oder in einer Frittata verarbeitet. Sogar bei uns wird er auf Märkten saisonal von April bis Juni angeboten. Am besten ist er natürlich möglichst frisch und selbstgepflückt.
Rezepte
Mit unseren Rezepten wollen wir Anregungen und Ideen liefern. Sie sollen Freude und Spaß machen, denn Kochen und Anrichten ist für uns eine lustvolle Tätigkeit, die mit vielen sinnlichen Eindrücken verbunden ist. Und Essen soll nicht nur gut schmecken, sondern auch ansprechend aussehen.
Wie bei fast allem im Leben ist Qualität schon die halbe Miete. Deshalb achten wir besonders auf die Herkunft und Güte der Waren. Wir verwenden hauptsächlich Bioprodukte oder Erzeugnisse von Kleinproduzenten, die wir persönlich kennen und von denen wir wissen, dass sie naturnah, wenn nicht biologisch arbeiten. Wir leben direkt an einem Wiener Markt, der es uns leichter macht, ausgezeichnete Waren zu finden. Doch auch in Supermärkten gibt es hervorragende Bioprodukte zu kaufen. Leider ist Bio immer noch teurer als konventionell Hergestelltes (eigentlich müsste es umgekehrt sein, aber das ist eine andere Geschichte). Es ist jedem und jeder selbst überlassen, diese Entscheidungen beim Einkauf zu treffen.
Und noch ein Hinweis: Rezepte sind keine Gesetzestexte. Jedes Rezept ist veränderbar, wozu wir auch anregen wollen. Jeder und jede ist sich selbst das Maß – erlaubt ist, was schmeckt!
Die ersten heißen Tage waren bereits im Lande, da brauchten wir einen erfrischenden Salat und kreierten einen in der Farbe Rot. Er könnte auch „Roter Hitzesalat“ heißen, klingt aber in unseren Ohren nicht so gut. Der Salat ist sehr schnell gemacht, und wenn man ihn schon ein, zwei Stunden vorbereitet und im Kühlschrank durchziehen lässt, wird er immer besser und erfrischender.
Wir, vor allem aber Johannes, sind Fans dieses französischen Imbisses. Er ist im Grunde ein Schinken-Käse-Toast, den die Franzosen mit Béchamelsauce und außen liegendem Käse zu einer eigenen Kreation gestaltet haben. 1910 soll das in Paris geschehen sein, wie immer ranken sich um die Entstehung von ikonischen Gerichten Legenden, auf die wir hier nur kurz eingehen wollen.
Manche Rezepte sind so einfach und köstlich: Wenige Zutaten, aber diese von bester Qualität, und ein paar Kniffe, die das Gericht geschmacklich zum Aufblühen bringen. So auch diese italienische Spargelversion, die wir in dem Standardwerk „Il Cucchiaio d‘Argento“ auf der Suche nach Alternativen zu Hollandaise und Co. gefunden haben. Butter und Parmesan unterstützen die Spargelaromen bestens.
Eine Hefegebäck-Familie ist grenzüberschreitend in Kärnten, in Friaul und in Slowenien beheimatet, die in der k.u.k-Monarchie zusammengehörten, wobei die Kuchenrezepte schon aus früherer Zeit stammen. Alle weisen eine gerollte Form und eine reiche Füllung aus Nüssen und anderen Zutaten auf: der Kärntner Reindling, die Potizza aus Slowenien und die Gubana aus dem friaulischen Natisone-Tal.
Eine schöne österliche Vorspeise mit einem kleinen Wow-Effekt ist dieses Osternest aus Frittaten mit Rucola, Tomatencreme und Dotter. Wenn das frittierte Eigelb angeschnitten wird und das weiche Innere langsam auf das knusprige Teignest rinnt, dann läuft garantiert auch im Mund das Wasser zusammen. Es ist gar nicht schwer herzustellen, ein paar kurze Vorarbeiten sind nötig, aber das war es schon.
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