Einmal im Jahr oder zu „heiligen Zeiten“ machen wir eine aufwändige Variante des italienischen Fleischsugos aus Bologna in einer größeren Menge, die wir einrexen und so übers Jahr als Vorrat haben. Warum wir uns die sechs bis acht Stunden Arbeits- und Kochzeit antun? Wegen des unübertrefflichen Geschmacks, der eben aus der langen Frittier- und Schmorzeit resultiert.
Rezepte
Mit unseren Rezepten wollen wir Anregungen und Ideen liefern. Sie sollen Freude und Spaß machen, denn Kochen und Anrichten ist für uns eine lustvolle Tätigkeit, die mit vielen sinnlichen Eindrücken verbunden ist. Und Essen soll nicht nur gut schmecken, sondern auch ansprechend aussehen.
Wie bei fast allem im Leben ist Qualität schon die halbe Miete. Deshalb achten wir besonders auf die Herkunft und Güte der Waren. Wir verwenden hauptsächlich Bioprodukte oder Erzeugnisse von Kleinproduzenten, die wir persönlich kennen und von denen wir wissen, dass sie naturnah, wenn nicht biologisch arbeiten. Wir leben direkt an einem Wiener Markt, der es uns leichter macht, ausgezeichnete Waren zu finden. Doch auch in Supermärkten gibt es hervorragende Bioprodukte zu kaufen. Leider ist Bio immer noch teurer als konventionell Hergestelltes (eigentlich müsste es umgekehrt sein, aber das ist eine andere Geschichte). Es ist jedem und jeder selbst überlassen, diese Entscheidungen beim Einkauf zu treffen.
Und noch ein Hinweis: Rezepte sind keine Gesetzestexte. Jedes Rezept ist veränderbar, wozu wir auch anregen wollen. Jeder und jede ist sich selbst das Maß – erlaubt ist, was schmeckt!
Wir planten einen Mittag mit lieben Freunden, mit denen uns auch die Erinnerung an etliche Aufenthalte in Griechenland verbindet. Das Wetter passte: Alles im frischen Grün, die Temperaturen moderat, blauer Himmel und Sonnenschein. Ideal für ein griechisches Tavernen-Essen mit Mezes und Schwertfisch-Grillerei auf der Terrasse. Der Griechische Orangenkuchen schloss das Mahl authentisch ab.
Noch ein Spargel-Rezept. Wir können und wollen es nicht verleugnen, wir sind große Fans dieser Stangen. Wieder hat uns im „Cucchiaio d’Argento“ ein Rezept angesprochen, das wir nur wenig auf österreichische Weise adaptiert und dessen Zubereitung wir ein wenig vereinfacht haben. Es ist sehr herzhaft, trotzdem deckt der Speck den Spargel nur optisch, aber nicht geschmacklich zu.
Kürzlich hat Ulli Mascarpone verwendet, von dem 500-g-Becher blieb allerdings mehr als die Hälfte übrig. Ulli hielt Ausschau nach einem schnellen Kastenkuchen zum Naschen für Zwischendurch, als Dessert oder zum Frühstück, und wurde fündig. Ein wenig mit ihrer Backerfahrung verändert und mit einer aromatischen Glasur ergänzt, war das Werk in Kürze fertig und schmeckte uns hervorragend.
Das Rezept für dieses würzige Kleingebäck haben wir für das deutsche Brot-Magazin entworfen, das es sowohl in der Amateur-Ausgabe als auch im BrotPro, der Zeitschrift für professionelle Bäcker, veröffentlichte. Wir bringen nun eine Abwandlung der Dinkelkeimlinge, die eine Spur aufwändiger ist. Statt frischer Dinkelkeime verwenden wir diesmal getrocknete, die geschrotet werden.
Der weltweite Siegeszug des Spritz, mit Aperol oder einem anderen italienischen Aperitifbitter, seit mehr als 20 Jahren ist phänomenal und stellt sogar die französische Aperitifkultur in den Schatten. Spritz wurde ein ikonischer Aperitif, der sogar in Frankreich überaus beliebt ist. Es wundert auch nicht, er bietet Raum für Experimente, und kreative Interpretationen kommen häufig dazu.
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