Vorspeisen

Im letzten Spätsommer machten wir eine ausführliche Reise nach Apulien, in die süditalienische Region, die den Absatz des italienischen Stiefels bildet und die vor allem durch ihre städtebauliche Schönheit und Vielfalt begeistert. So sind wir noch immer verzaubert von der barocken weißen Architektur der Stadt Lecce.

Cime di Rapa sieht man in der kalten Jahreszeit auch auf österreichischen Märkten. Er wird oft übersehen, weil er ein wenig wie Unkraut und faserig aussieht. In Italien, besonders im Süden, wird er im Winter viel gegessen. Auch unter Broccoletti haben wir ihn schon gefunden, weil er den kleinen Broccoli-Sprossen ähnelt.

Cavatelli sind eine muschelförmige Pastaform mit einem kleinen Hohlraum, worauf der Namensteil „cava“ (hohl) hinweist, mit oder ohne Rillen. Wir bevorzugen die Rillen, weil die Pastasauce besser daran haftet und es auch schöner aussieht. Verwandte Pastaformen sind auch in Apulien unter dem Namen Capunti zu finden, in Calabrien und auf Sardinien, wo sie Chiusoni heißen.

Die Unzählbarkeit der italienischen Nudelformen ist legendär. Es scheint, als hätte jedes Dorf seine eigene Pasta. Und es ist eine lebendige Tradition. Während unserer Apulienreise haben wir nicht selten gesehen, wie Frauen auf der Straße vor ihrer Haustür sitzen und Nudeln geformt haben, meist waren es Orecchiette und Trofie.

Die bekannte italienische Köchin Ilaria Castelli aus Mailand hat auf Facebook einen Kanal, der „Chef and the City“ heißt, wo sie als „reisende Chefköchin“ immer wieder sehr interessante Rezepte veröffentlicht. Dieses Risotto ist eine ungewöhnliche und optisch sehr ansprechende Vorspeise.

Aus reifen Dattel- oder Kirschtomaten holen wir durch Confieren das ganze Aroma auf den Teller und verbinden es mit Kräutern und Knoblauch zu einer unwiderstehlichen Zugabe. Schon allein die Zubereitung verströmt in der Küche einen Duft nach mediterraner Wärme, dass einem das Herz aufgeht.

Eindrücke