Die erste große heftige Hitzewelle hat Wien fest im Griff. Kochen wollen wir in der heißen Wohnung nicht, höchstens den Griller auf der Terrasse anwerfen, und selbst das nicht untertags, wenn es über 34° C im Schatten hat. Zum Glück mögen wir sehr mittags kühle und leichte Salate, schnell zubereitet, und haben immer wieder neue Ideen für spannende und geschmackvolle Kombinationen.
Hauptspeisen
Dunkelviolette ebenmäßig geformte Paprika sehen wir in Wien allenfalls bei unserer Biogärtnerin am Vorgartenmarkt, heute entdeckten wir diese am Wochenmarkt in Muggia und kauften sie. Auf dem Heimweg überlegten wir, wie wir sie zu einem feinen Salat verarbeiten könnten, gemeinsam mit den Zutaten, die noch im Kühlschrank vorrätig waren und zu dieser Paprikararität passen könnten.
Kaninchen sind in den südlichen Ländern oft auf dem Speiseplan. „Lapin“ in (Süd)Frankreich, „Coniglio“ in Italien, auf der Insel Malta hat „Fenkata“ eine lange Tradition und in Griechenland wird für ein originales Stifado Kaninchenfleisch verwendet. Wir haben uns einem mediterranen Eintopf-Rezept gewidmet, das dank der getrockneten Tomaten eine intensive Umaminote entwickelt.
Wir sind wieder in Muggia, in unserer zweiten Heimat Italien. Der Wochenmarkt bietet bereits herrlich reifes Gemüse und Obst aus Sizilien. So kauften wir heute rote Paprika, (ein Stück hat ca. 400 g!) und eine Zuckermelone; roten Zwiebel aus Tropea hatten wir noch vorrätig. Aus diesen drei Grundzutaten entstand ein prächtiger Salat, wir wünschen uns, dass Sie diesen Duft erleben könnten!
Der wissenschaftlich fundierte Ratschlag, mindestens dreißig verschiedene Pflanzen pro Woche zu essen, um die Darmbakterien zu stärken, hat uns sehr gefallen und angespornt, unsere Salate noch vielfältiger zu gestalten. Ein etwas säuerlicher Apfelessig aus unserem Sortiment brauchte einen süßen Kontrapart, so entstand der bunte Teller mit Chicorée, Äpfel, Nüssen, Tropea-Zwiebel und Kräutern.
In Bari – und nur dort – haben wir die legendären, aber noch gar nicht so althergebrachten Spaghetti all'Assassina serviert bekommen. Halb Apulien haben wir abgeklappert, bis wir in Bari fündig wurden. Dort gab es sie in zwei Varianten, einmal pur, einmal mit Stracciatella, der cremigen Version der Burrata. Letztere schmeckte uns noch besser, und wir kochten sie zu Hause nach.
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