In unserem neuen Buch „APERITIVO Infinito“ gibt es ein großes Kapitel über alkoholfreie Getränke, die im Trend sind. Wir haben viele neue Kreationen wie „Fastis (fast ein Pastis)“, „Kefir-Minz-Spritz“ oder „Ver Royal“ im Buch veröffentlicht, und unsere Experimentierfreude ist weiterhin sehr groß. Vor allem mit dem Wasserkefir probieren wir gerne neue nichtalkoholische Drinks als Aperitife aus.
Aperitife
Angeregt durch das Schreiben an unserem neuen Buch „Aperitivo Infinito“ gibt es jetzt für uns immer wieder einen anderen köstlichen Aperitif. Unlängst fehlte zu unserem Getränk ein passender „Kleiner Genuss“, wie wir die Häppchen im Buch nennen, und Ulli schaute im Kühlschrank nach, welche Reste es zu verwerten galt, und wurde fündig. So entstanden diese Mini-Tramezzini.
Wie einfach ist es, ein köstliches probiotisches Getränk selbst herzustellen! Wasserkefir ist ein moussierendes Getränk, das mit einer herben Süße und Kohlensäure auf der Zunge prickelt und an Bitter Lemon erinnert. Es eignet sich pur, aromatisiert oder gemischt perfekt zur Erfrischung oder als Aperitif. Es gilt als alkoholfrei, weil im Gärprozess weniger als 0,5 Vol.% Alkohol entsteht.
Bruschetta, heute ein klassisches Aperitif-Häppchen, war in früheren Zeiten eine einfache Mahlzeit aus trockenem Brot. Brotscheiben vom Vortag wurden aufs Feld mitgenommen, um bei der Arbeit eine Stärkung für Zwischendurch zu haben. Diese Schnitten wurden mit Knoblauch eingerieben und in einer Pfanne geröstet – bruscare heißt rösten – und dann mit Olivenöl beträufelt.
Für uns ist dieses Brot ein typisches Aperitif-Brot, so würzig, dass es alleine, in Scheiben oder Würfel geschnitten, gegessen werden kann. Oder wir tunken es in eine Schale mit einem köstlich-herben kaltgepressten Olivenöl. Oder wir bestreichen es mit salziger Butter oder belegen es mit frischen oder geschmolzenen Paradeisern – oder, oder, oder … die Möglichkeiten sind zahlreich!
Dieses Gericht ist der Legende nach benannt nach dem asiatischen Steppenvolk der Tataren. Man sagt, diese hätten früher rohe Fleischstücke unter ihren Sätteln mürbe geritten und danach verzehrt. Historiker bezeichnen heutzutage allerdings diese Geschichte als Mythos. Bekannt soll das Gericht jedenfalls durch den französischen Meisterkoch Auguste Escoffier 1921 geworden sein.
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