Kulinarisches

      Hier schreiben wir über Erlebnisse mit Produkten, Nahrungsmitteln, Produzentinnen und Produzenten, die wir berichtenswert finden, ob es sich nun um eine spezielle Gemüsesorte, um einen interessanten Produktionsbetrieb oder um eine nachhaltige Initiative handelt.

      Alle Inhalte entsprechen unserer Meinung und entstehen ohne bezahlte Werbung und ohne wie auch immer geartete Gegenleistungen.

      Schönes Entdecken!

      Auf "unserem" Markt, dem Vorgartenmarkt im 2. Bezirk in Wien, sind wir beim Stand von Buntgemüse auf eine für uns komplett neue Salatsorte gestoßen, die Chinesische Keule bzw. auch – irreführend – Spargelsalat genannt. Ihr Aussehen ähnelt der Form nach einer Palme; der kräftige Stängel wirkt wie die Miniaturform eines Palmenstamms, aus dem die Salatblätter wie die Wedel herauswachsen.

      Am 21. und 22. Mai fand in Triest das Amber Wine Festival statt. Oben im Castello San Giusto waren 37 verschiedene bekannte und weniger bekannte Weingüter aus Italien, Slowenien, Kroatien und Österreich zu Gast, und man konnte in einem zwar engen, aber professionell gestalteten Rahmen die Weine verkosten, die unter Naturweine, Orangewine, Amphorenweine usw. angeboten werden.

      Auch ein Spaziergang ist ein Vergnügen, das im weitesten Sinne als kulinarisch bezeichnet werden kann, wenn man den Begriff wie der Duden versteht, dass es sich um eine leicht zu genießende Begebenheit handelt. Und ein mühelos zugänglicher Genuss ist der zwischen Schloss Duino und dem Hafen Sistiana gelegene, ca. zwei Kilometer lange Weg in doppeltem Sinne.

      Eine Geschichte in eigener Sache: Vielleicht interessiert es die Leserinnen und Leser unseres Blogs, wie die Fotos zu unserem ersten Buch „Große Salate“ entstanden sind. Ob und welche Tricks für die sogenannte „Foodfotografie“ angewendet wurden, wie schnell oder langsam die Bilder entstanden sind und welchen Herausforderungen wir uns bei dem Fotoshooting stellen mussten.

      Wenn wir in Paris sind, ist das ein Pflichtbesuch: Der größte Feinkostladen von Paris, einer Stadt, die wahrlich nicht arm an tollen Feinkostläden bzw. Épicerien ist. La Grande Épicerie ist ein Teil des angeblich ersten Warenhauses der Welt, dem „Le Bon Marché“, das früher „Au Bon Marché“ geheißen hat, auf Deutsch „preiswert“, was es heute nur noch bedingt ist.

      Fast vier Jahre ist es her, dass wir unsere zweite Heimat in Italien gefunden haben. Pandemiebedingt haben wir noch nie Ostern in Muggia verbracht, heuer war es soweit. Kurz überlegten wir, ob wir unsere wenigen, kunstvollen Ostereier als Schmuck für die Palmzweige mitnehmen sollten, beschlossen aber dann, uns ganz auf die italienischen Osterbräuche einzulassen.

      Nahe dem italienisch-slowenischen Grenzübergang bei Muggia haben wir in einem kleinen Weingut einen trockenen Malvasia-Sekt, nach der Charmat-Methode hergestellt, entdeckt, der wunderbar das Terroir des Karsts widerspiegelt. Dort wird auch ein Likör vom Refosco erzeugt. Da liegt es doch nahe, diese beiden zu einem neuen Aperitif zu kombinieren.

      Die ursprüngliche Heimat von Radicchio ist Norditalien, wo er in einer fast unübersichtlichen Vielfalt angebaut und angeboten wird. Wir haben uns während unseres italienischen Aufenthaltes im Spätwinter richtiggehend faszinieren lassen und fühlen uns wie im Radicchio-Paradies. Hier bilden der Spätherbst und Winter die Hauptsaison, die bis ins zeitige Frühjahr läuft.

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      Eindrücke