Minestra de Bobici

Auch in unserer zweiten Heimat, Muggia nahe Triest, ist es jetzt kühler geworden und wir essen ab und zu statt unseres Mittagssalates eine wärmende Suppe. In einer unserer kleinen Lieblingstrattorien empfahl uns der Kellner zu dieser Gelegenheit eine in der Gegend typische Suppe, die nährt und tröstet, nämlich die Minestra di Bobici. Bobici bezeichnet im Triestiner Dialekt Maiskörner.

Sie ist ein Gericht aus der Küche der Armen („la cucina povera“), wie früher aus den einfachen häuslichen Produkten Würziges und Nahrhaftes gekocht wurde, und erinnert die dortigen Einwohner an ihre Nonna, die Großmutter, und so an ihre Kindheit mit den wohligen, heimeligen Geschmäckern. Und es ist so, diese dichte, kräftige Minestra aus der Karstregion und Istrien hat etwas Uriges, angenehm Sättigendes, und wir haben das einfache Rezept in Wien nachgekocht.

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht

  • 2 kleine Paradeiser (Strauchtomaten)
  • 1 kleine Zwiebel
  • etwas Olivenöl
  • ¾ l Gemüsesuppe
  • 3 mittelgroße Kartoffel, geschält und gewürfelt
  • 250 g gekochte Borlottibohnen (aus der Dose)
  • 250 g Maiskörner (aus der Dose)
  • 80 g Speck gewürfelt
  • Salz und Pfeffer
  • etwas gehackte Petersilie zum Bestreuen

Die geschälten und entkernten Paradeiser in kleine Stücke schneiden. Die gewürfelte Zwiebel in Olivenöl anschwitzen, die Paradeiser dazugeben, ebenso die Kartoffeln etwas anrösten, dann mit der Gemüsesuppe aufgießen und ca. 20 Minuten kochen, dann die Bohnen dazugeben. In einer Pfanne den Speck bräunen und mit den Maiskörnern vermischen. Dieses Gemisch zu der Suppe geben, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und mit Petersilie bestreut servieren.

Wir haben noch eine Scheibe italienisches Landbrot dazu gereicht und waren wirklich satt.

Eindrücke

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