Wiener Erdäpfelgulasch

Ulli hatte die beste Schwiegermutter der Welt: Immer guter Stimmung, aktiv bis ins hohe Alter, alle Widrigkeiten desselben schien sie wegzustecken. Sie war immer ein gern gesehener Mittagsgast bei uns. Allerdings musste sie sich erst mit unseren Kochexperimenten, wie sie unsere französischen Gerichte oft bezeichnete, anfreunden.

Seniorenclubkochbuch - CoverAm liebsten war ihr die traditionelle Wiener Küche. Deshalb erhielten wir von ihr eines Tages ein entsprechendes Kochbuch mit einer herzlichen Widmung von ihrem Seniorenclub-Kollegen Franz Zodl, der in der ORF-Sendung Rezepte der österreichischen Küche vorstellte und gemeinsam mit der „Frau Anni“ zubereitete.

Da Ulli grundsätzlich gerne auch Wiener Küche kocht und isst, gab es vor kurzem aus diesem Kochbuch das klassische Wiener Erdäpfelgulasch nach Franz Zodl.

Rezept für 4 Personen

  • 1 kg fest kochende Erdäpfel
  • 40 g Öl oder Schmalz
  • 40 g Hamburger Speck
  • 200 g Zwiebel
  • 1 TL Tomatenmark
  • 20 g Paprikapulver
  • 1 TL Kümmel
  • 1 TL Majoran
  • 2 mittelgroße Knoblauchzehen
  • 1 l Rindsuppe
  • Salz
  • 1/8 l Sauerrahm
  • 1 gestrichener TL Mehl
  • 1 rote Paprikaschote
  • Einlage optional: 200 g Wurst,
    z.B. Debreziner oder Kranzldürre

Den klein gewürfelten Speck in heißem Fett glasig werden lassen, die fein gehackten Zwiebeln darin goldgelb anrösten. Das Tomatenmark mitrösten. Alle Gewürze und den klein gehackten Knoblauch dazugeben und mit der heißen Suppe aufgießen. Aufkochen lassen und nach Belieben salzen. Jetzt die geschälten, rohen, gewürfelten oder in Scheiben geschnittenen Erdäpfel dazugeben und bissfest mitdünsten (die Kochdauer hängt ganz von der Erdäpfelsorte ab, einfach nach 15 Minuten probieren). Kurz vor dem Garwerden den Sauerrahm mit dem Mehl verrühren und die Soße damit binden. Die gewürfelten Paprikastücke einige Minuten mitdünsten; davor einige Paprikaringe schneiden und roh für die Dekoration belassen.

Wenn eine Wursteinlage verwendet wird, sollte sie in Scheiben geschnitten in einer Pfanne angeröstet werden. Erst kurz vor dem Servieren zum fertigen Gulasch hinzugeben.

Eine köstliche Wintermahlzeit, wie sie wärmender nicht sein kann!

Eindrücke