Fruchtiger Sauerkrautsalat

Die Feiertage sind längst vorüber, der triste Jänneralltag mit Kälte, Nebel und schlechter Stimmung hat uns im Griff. Und noch dazu spürt man um die Leibesmitte deutlich die Spuren der Genüsse der Weihnachtzeit. Wieder leichter zu werden, das gehört zu den neu gefassten Vorsätzen. So komponierten wir diesen feinen Salat, der uns mittags bunt am Teller und frisch im Geschmack erfreute.

Als Früchte verwendeten wir Apfel und Kaki. Die Kaki und deren Zuchtformen Persimone und Sharon ist in den Wintermonaten überall erhältlich. Wie unterscheiden sich aber diese drei? Die Kaki gilt als die ursprüngliche Frucht, stammt aus Asien und ist eher rundlich und im vollreifen Zustand dunkelorange bis rot. Dann hat sie bis zu acht braune Kerne ausgebildet. Man sollte sie nur im reifen weichen Zustand essen, da sie Gerbstoffe beinhaltet, die beim Genuss ein pelziges Gefühl auf der Zunge auslösen; diese Sorte sollte man also, so sie sich noch hart anfühlt, am besten bei Raumtemperatur nachreifen lassen, bis sie schön weich und kräftig in der Farbe ist. Dann das Innere auslöffeln. Die Persimone ist eher länglich oval, fester und deutlich heller in der Farbe. Sie kann wie ein Apfel mitsamt der Schale gegessen werden, besitzt aber teilweise noch Kerne. Die Sharon, benannt nach der fruchtbaren Sharon Ebene Israels, ist kleiner, ihre Form ähnelt einer Tomate. Diese Sorte hat keine Kerne mehr. Persimone und Sharon können auch im härteren, unreifen Zustand gegessen werden, da ihre Schale keine Gerbstoffe enthält (diese werden durch eine spezielle Nachbehandlung entfernt). Kenner behaupten aber, dass der süße, melonenartige Geschmack nur bei der ursprünglichen Kaki vorhanden ist.

Alle drei Sorten sind reich an Vitaminen, besonders wertvoll macht sie der hohe Anteil an Beta-Carotin (Provitamin A). Vitamin A unterstützt unter anderem den Sehprozess und viele Wachstumsvorgänge. Im Gegensatz zu Obstsorten wie Äpfel oder Birnen haben sie jedoch einen wesentlich höheren Zuckeranteil, das sollte man bedenken.

In Italien erfreuen wir uns am Anblick der (noch) nicht geernteten großen Kakibäume, die die Gärten mit bunten leuchtenden Früchten auch im Winter beleben.

Ergänzt haben wir den Salat mit Gurke und gerösteten Sonnenblumenkernen.

Zutaten für 2 Personen

  • 4 EL Sonnenblumenkerne
  • 10 bis 15 dkg Biosauerkraut
  • 1 kleiner Apfel
  • 1 Kakifrucht
  • 2 kleine Snackgurken
  • Salz und Pfeffer

Dressing:

  • 3 EL Johannisbeeressig (oder ein anderer Fruchtessig)
  • 4–5 EL Walnussöl

Die Sonnenblumenkerne in einer beschichteten Pfanne rösten, bis sie duften, dann zur Seite stellen. Das Sauerkraut mit dem in Würfel geschnittenen Apfel, der Kaki und Gurke, ebenfalls in Stücke zerkleinert, vermischen. Wir verwenden gern die kernlose Sharon, da sie einfach zu handhaben ist. Anschließend salzen und pfeffern und das Dressing darunter rühren. Zuletzt auf zwei Tellern anrichten und mit den Sonnenblumenkernen bestreuen. Eine leichte Salathauptspeise, wie wir sie gerne mögen.

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Eindrücke