Frühsommer, wir befinden uns in Muggia und schreiben an unserem neuen Buch. Aber nicht nur schreiben. Da es darin auch um kleine Genüsse geht, probieren wir diverse Rezepte auf ihre Eignung als Fingerfood aus und üben schon für das kommende Fotoshooting. So entstanden diese kleinen, feschen Erdbeertörtchen, deren Herstellung man hier nachlesen und nachbacken kann.
Zunächst der süße Mürbteig (Pâte brisée sucrée):
Die Zutaten für 24 relativ kleine Törtchen mit 7 cm Durchmesser ausgelegt. Sind 24 Erdbeertörtchen zu viel – Achtung, sie machen süchtig und sind mit zwei Bissen verspeist! –, kann man trotzdem diese Menge herstellen und die fertig gebackenen Törtchen gut verschlossen einfrieren. Auch der fertige Teig kann eingefroren werden, für den Fall, dass man vielleicht das nächste Mal größere Törtchen oder überhaupt nur einen entsprechend großen Mürbteigboden backen will. Auch kann man unverarbeiteten Teig verpackt 3 – 4 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Was jedenfalls nicht möglich ist, die Zutatenmenge zu halbieren, bisher ist es zumindest uns noch nicht gelungen, ein Ei zu halbieren.
Zutaten für 24 Törtchen
(7 cm Durchmesser mit gewelltem ca. 1cm hohem Rand)
- 250 g glattes Mehl
- 125 g kalte Butter in kleinen Stücken
- 60 g Staubzucker, gesiebt
- 1 Prise Salz
- Mark einer Vanilleschote oder 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 ganzes Ei
- Butter zum Fetten der Backformen
Das Mehl mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Salz vermischen und mit der klein geschnittenen Butter verkrümeln (dies kann man auch mit der Küchenmaschine machen). Dann das Ei hinzufügen und rasch zu einem glatten Teig kneten. Aus diesem eine flache Scheibe formen und diese in einer Klarsichtfolie verpackt mindestens 60 Minuten im Kühlschrank rasten lassen. Die Backformen einfetten. Anschließend den Teig auf einer gut bemehlten Oberfläche (nicht mit Mehl sparen!) 3 – 4 mm dick gleichmäßig ausrollen, Kreise in der passenden Größe ausstechen. Das funktioniert auch mit einem Glas, wenn keine passenden runden Ausstecher vorhanden sind, man muss dann vorsichtig am inneren Glasrand mit einem kleinen Messer entlangfahren, um die dünnen Scheiben unversehrt heraus zu bekommen. Die gebutterten Förmchen mit den Teigscheibchen belegen.
Der nächste Schritt ist dann das Blindbacken des Teiges. Dafür nimmt man Alufolie, schneidet diese etwas größer als der Bodendurchmesser der Formen zu, legt sie auf den Teig und beschwert die Folie mit Hülsenfrüchten. So verhindert man, dass der Teig unregelmäßig aufgeht. Blindbacken dann bei 160° Umluft für 8 Minuten. Die Folie mit den Hülsenfrüchten danach entfernen und für ca. weitere 10 Minuten backen. Die Böden sollten eine goldgelbe Backfarbe haben. Nach dem Backen etwas auskühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen.
Patisseriecreme (Crème pâtissière):
Zutaten
- 250 ml Milch
- ½ Vanilleschote
- 2 Dotter
- 45 g Staubzucker
- 10 g glattes Mehl
- 12 g Maizena
- 15 g Butter
Zunächst die halbierte Vanilleschote auskratzen und das Mark mit der ausgekratzten Schote in die Milch geben. Diese zum Kochen bringen und danach eine halbe Stunde stehen lassen, damit sie gut vanillisiert wird. Danach die Vanilleschote entfernen. Diese kann, nachdem sie trocken ist, in ein kleines Glas mit Kristallzucker gegeben werden, damit sie dort nochmals ihr Aroma entfalten kann und man so selbst hergestellten Vanillezucker erhält.
Die Dotter mit dem Zucker, dem Mehl und dem Maizena mit dem Pürierstab vermischen und die Milch langsam dazugeben. Diese Mischung in einem geeigneten Gefäß langsam erhitzen, ständig dabei mit dem Schneebesen rühren. Zum Köcheln bringen – man spürt, dass die Masse eindickt – und kräftig für 2-3 Minuten weiterrühren. Zum Abkühlen dicht mit einer Klarsichtfolie abdecken, damit sich sowohl kein Kondenswasser als auch keine Haut bildet.
Fertigstellen der Törtchen:
Nun werden die Böden der Törtchen mit der Creme befüllt. Wir machen das am Liebsten mithilfe eines Spritzsackes und einer Lochtülle (5 mm), so bleibt der Rand sauber und die Creme ist gleichmäßig aufgetragen. Die einfachere Variante ist es, dies vorsichtig mit einem Teelöffel zu machen. Nun können die Erdbeeren auf die Creme gelegt werden. Je nach deren Größe kann man sie achteln und im Kreis auflegen oder Scheiben schichten. Bei unserer Variante waren die italienischen Erdbeeren so groß, dass es sinnvoll war, diese einfach in kleinen Stückchen auf der Creme zu verteilen. Mit einem Minzeblättchen dekorieren und mit etwas Staubzucker bestreuen.